Projekte

Alternative Winter(sport)aktivitäten – Eine Analyse des Outdoor-Verhaltens von Wintergästen

Da sich alternative Winter(sport)aktivitäten einer steigenden Beliebtheit erfreuen und einen Platz im Portfolio von Destinationen, die mit schneebasierten Outdoor-Aktivitäten trumpfen wollen, verdienen, hat das Projekt zum Ziel, jene alternativen naturnahen Winter(sport)aktivitäten (wie Langlaufen, (Pisten-)Tourengehen, Schneeschuhwandern, Rodeln, Eislaufen oder Winterwandern) zu untersuchen. Der Fokus liegt dabei auf dem Profil jener Nicht-Skifahrer und jenen Gästen, für die Skifahren nur ein Teil der gesamten Wintersportaktivitäten am Berg darstellt, um durch Kenntnis über Motivation, Einstellungen und Entscheidungsprozesse dieses Gästesegments Grundlagen für eine verbesserte Produktentwicklung und Angebotsplanung zu schaffen.

Fördergeber: Tourismusforschungszentrum (TFZ) des Landes Tirol
Projektpartner: Universität Innsbruck (Institut für Geographie, Institut für strategisches Management, Marketing und Tourismus)
Dauer:  01.10.2017 – 30.09.2018
Kontakt: bruno.abegg@uibk.ac.at



touRES – Resilience of tourism systems to natural hazards in the Himalayas

Bergregionen stellen gute Beispiele für komplexe sozio-ökologische Systeme dar, da sie aufgrund ihrer bio- und geophysikalischen Parameter, verstärkter menschlicher Nutzung, sowie auch unzulänglicher Gefahrenprävention und -management stark verwundbar gegenüber Naturgefahren sind.
Die Himalaya-Region zählt zu einer der beliebtesten Tourismusdestinationen weltweit mit naturnahem Tourismus in Nationalparks und Schutzgebieten als wichtigsten Tourismussektor. Jedoch wird die Region von zahlreichen Naturgefahren-Prozessen mit vagen Zukunftsdynamiken unter den sich verändernden Klimabedingungen bedroht.
Um die nachhaltige Entwicklung von Berggebieten langfristig zu gewährleisten, ist die Fähigkeit wichtige Gefährdungen zu antizipieren und proaktiv zu bewältigen von großer Bedeutung. Daher ist das übergeordnete Ziel dieses Projekts, Resilienz von Tourismusunternehmen gegenüber Naturgefahren in Bergregionen zu analysieren. Zwei unterschiedliche IUCN Schutzgebiete, die Annapurna Conservation Area und der Sagarmatha National Park in Nepal dienen als empirische Fallstudien um mögliche Entwicklungspfade zur Erhöhung der Resilienz aufzuzeigen.
Zu den zu erwartenden wissenschaftlichen Ergebnissen unseres Projekts zählt eine sozio-ökologische Netzwerkanalyse der Tourismussysteme; die Entwicklung von Portfolios von aktuellen und zukünftigen Naturgefahrenprozessen und institutionellen Rahmenbedingungen; die Entwicklung eines konzeptionellen Rahmens für die Analyse von Resilienz in einem Tourismuskontext, und die Klassifikationen der Tourismusunternehmen basierend auf deren Resilienz gegenüber Naturgefahren. Ein Praxisbezug wird durch die Entwicklung von narrativen Szenarien über mögliche Entwicklungspfade der Naturgefahrenprozesse und von institutionellen Rahmenbedingungen hergestellt, welche von Stakeholdern, PraktikerInnen, und politischen EntscheidungsträgerInnen in der Untersuchungsregion partizipativ evaluiert werden.

Fördergeber: Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
Dauer: 01.04.2017 – 31.03.2020
Kontakt: robert.steiger@uibk.ac.at

Aktuelles


MOBGETOU: Der Stellenwert von Mobilität im gesundheitsorientierten Tourismus


Das Projekt hat zum Ziel die Zusammenhänge von gesundheitsrelevanten Aspekten und Fortbewegungsmustern von Urlaubsgästen innerhalb einer Tourismusregion zu untersuchen. Anhand von drei Modellregionen in Tirol wird die Mobilität und das Wohlbefinden von Urlaubsgästen innerhalb einer Tourismusregion untersucht, um Grundlagen für eine Optimierung und eine verbesserte Angebotsplanung zu schaffen. Die Betrachtung der „Vor- Ort-Mobilität“ beschränkt sich dabei nicht nur auf den Bereich der An- und Abreise zu und von einer Attraktivität innerhalb einer Tourismusregion (z.B. Freizeitmöglichkeit, Bergbahn), sondern inkludiert auch das Sport- und Bewegungsangebot, das von den Urlaubsgästen vor Ort in Anspruch genommen wird.

Das Projekt baut auf folgenden zentralen Forschungsfragen auf:
1. Welche Zusammenhänge bestehen zwischen An-/Abreise und Mobilität innerhalb der Ferienregion? Welche Verkehrsmittel werden von den Touristen dazu ausgewählt?
2. Welche Motive stecken hinter der Wahl von Verkehrsmitteln? Welche Rolle spielen dabei Wohlbefinden und Gesundheitsaspekte?
3. Welchen Einfluss hat die Wahl der Fortbewegungsmittel auf das subjektive Wohlbefinden (im engeren Sinne) und auf die Gesundheit (im weiteren Sinne?)
4. Wie weit bestimmen Gewohnheiten und Muster der Alltagsmobilität die Mobilitätsmuster der Gäste in der Ferienregion?
5. Wie unterscheidet sich das gesundheitsrelevante Bewegungsverhalten (z.B. Nutzung von Sportangeboten) im Urlaub und zu Hause?

Fördergeber: Tourismusforschungszentrum (TFZ) des Landes TirolLogoLandTirol_rgb
Projektpartner: Universität Innsbruck (Institut für Sportwissenschaft, Institut für Finanzwissenschaft, Institut für Infrastruktur), UMIT (Institut für Sport-, Alpinmedizin und Gesundheitstourismus)
Dauer: 01.07.2016 – 30.06.2017
Kontakt: robert.steiger@uibk.ac.at



CCSBD-AT: Climate Change Impacts on Skier Behaviour and Spatial Distribution of Skiers in Austria


Das Projekt hat zum Ziel, Reaktionen von Wintergästen auf die Schneelage zu identifizieren und in Folge in einem agentenbasierten Modell für Österreich abzubilden.
Die Variabilität des Klimas bringt schneearme und verkürzte Winter mit sich. Dies wiederum hat einen erheblichen Einfluss auf die Nachfrage von potenziellen Skifahrern und Skifahrerinnen. Um das Verhalten von SkifahrerInnen zu verstehen, wird die Bedeutung grundlegender Faktoren (wie Anfahrtszeit, Preis, Größe und Höhenlage), die der Wahl eines Skigebietes zugrunde liegen, analysiert. Folglich können Reaktionen und mutmaßliche Verhaltensanpassungen bei schlechten Schneebedingungen oder schneearmen Wintern aufgezeigt werden. Diese Grundinformationen werden in einer groß angelegten, österreichweiten Befragungskampagne in rund 50 Skigebieten während der Wintersaison 2015/16 erhoben.

Die gewonnenen Erkenntnisse des Verhaltens von Skitouristen werden in Folge in ein agentenbasierendes Nachfragemodell übertragen. Dieses Modell verteilt die Agenten (also die Skifahrer) basierend auf den Befragungsergebnissen in die österreichischen Skigebiete. Ein Schneemodell (SkiSim 2.0) simuliert die Skisaison in jedem Skigebiet, wodurch Reaktionen der touristischen Nachfrage auf die Schneelage in österreichischen Skigebieten modelliert werden können.

Dadurch sollen mögliche räumliche und zeitliche Verschiebungen der Nachfrage innerhalb Österreichs dargestellt werden. Dies kann Destinationen und Skigebiete bei längerfristigen Entwicklungsstrategien unterstützen.
Durch den interdisziplinären Zugang des Projekts werden natur- und sozialwissenschaftliche Kenntnisse miteinander verknüpft und die Ergebnisse können mögliche Entwicklungswege für unterschiedliche Skigebiete in Österreich ausmachen und so Chancen, aber auch Herausforderungen gleichermaßen darstellen.

Fördergeber: Austrian Climate Research Programme – ACRP
Projektpartner: OBSA – Sustainabiliy Observatory of AndorraLogo3D4cRGB72dpi
Dauer: 01.08.2015 – 31.10.2017
Kontakt: CCSBD-Geographie@uibk.ac.at

Erste Presseaussendung 05.12.2016: Auch Chancen für kleine Skigebiete (Link)

Aktuelles


Mount++: Entwicklung einer Vorbildregion für zukunftsweisenden energieeffizienten Alpintourismus

In der Tourismusgemeinde Alpbach werden im Rahmen von Mount++ ganzheitliche Konzepte für einen zukunftsweisenden Umgang mit Energie und Mobilität entwickelt, versuchsweise umgesetzt und bewertet. Im Fokus steht dabei die Analyse von Energieverbrauch, CO2-Emissionen und Energiepotenzialen der Tourismusdestination mittels einer zentralen Geodatenbank. Durch das Aufzeigen des ökologischen Ist-Zustands wird unter Einbindung der Stakeholder, der Bevölkerung und der Gäste ein Transformationsprozess hin zu einem optimierten Energiesystem initiiert. Gästebefragungen bezüglich Einstellungen zu Energie, Klimawandel, Tourismus und Mobilität sind die Datenbasis für ein GIS-Tool, das eine detaillierte Abschätzung von Energieverbrauch und CO2-Emissionen des touristischen Verkehrs von Destination ermöglicht. Gemeinsam mit Kennzahlen des Beherbergungs- und Aktivitätssektors wird somit eine Entscheidungsgrundlage zur Umsetzung planerischer Maßnahmen geschaffen. Eine PV-Forschungsanlage, ein Konzept zur Nutzung der Beschneiungsanlage als Wasserkraftwerk und die Optimierung des Schneemanagements steigern wiederum die Effizienz und sparen Ressourcen im Skigebiet. Sie sind gleichzeitig auch Schaubeispiele zur Sichtbarmachung von Projektergebnissen.

Fördergeber: COMET
Projektpartner: Universität Innsbruck (Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften, Institut für Infrastruktur, Institut für Geographie), Boku Wien (Institut für Landschaftsentwicklung, Erholungs- und Naturschutzplanung), Alpbacher Bergbahn GmbH & Co KG, Doppelmayr Seilbahnen GmbH, Kässbohrer Geländefahrzeug AG, TechnoAlpin Austria GmbH, Tourismusverband Alpbachtal Seenland Tourismus, Gemeinde Alpbach, Congress Centrum Alpbach, CSR & Medien, Standortagentur Tirol
Dauer: 01.04.2014 – 31.03.2017
Kontakt: unger@alps-gmbh.com
Logo_Mount

ClimTourFIT-Niederösterreich

Die neun Bergerlebniszentren im niederösterreichischen Mostviertel und den Wiener Alpen sehen sich zunehmend konfrontiert mit Themen wie dem Klimawandel, dem demographischen Wandel und dem verstärkten Konkurrenzdruck. Damit der Tourismus auch zukünftig wettbewerbsfähig bleibt, müssen die Bergerlebniszentren gemeinsam Strategien erarbeiten das touristische Angebot sowohl an die Bedürfnisse der Touristen anzupassen, als es auch attraktiver zu gestalten.
Durch Miteinbeziehung der Tourismustreibenden sollen die Stärken und Schwächen der beiden Regionen erkannt und somit langfristig Chancen genutzt bzw. Risiken vermieden werden.

Fördergeber: COMET
Projektpartner: nöbbg110110_comet_logo_97
Dauer: 01.05.2015 – 30.12.2016 noebbg-ohneRGB
Kontakt: robert.steiger@uibk.ac.at